Apple air: der große flop – was wirklich dahintersteckt

Die Euphorie um Apples ambitioniertes Konzept des ultramatchen Smartphones ist schneller verflogen als ein Luftballon. Während der iPhone Air zunächst auf eine ordentliche Nachfrage setzte, entpuppte er sich schnell als bitterer Fehlschlag. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Nur rund 700.000 Geräte wurden weltweit aktiviert, ein mageres Echo im Vergleich zu Apples üblichen Verkaufszahlen.

Ein chinesischer rivale noch schlechter

Ein chinesischer rivale noch schlechter

Doch die Geschichte hört hier noch lange nicht auf. Ein anonymer, chinesischer Hersteller schlug Apple in dieser Hinsicht sogar in Person. Nur 50.000 Aktivierungen wurden gemeldet – ein Ergebnis, das die Wettbewerber dazu veranlasste, ihre eigenen Pläne für ultradünne Smartphones komplett zu überdenken. Mindestens eine chinesische Marke hat bereits die Ausrichtung auf eine Nachfolgeversion als ‘hochriskant’ eingestuft und droht, das Projekt komplett aufzugeben.

Xiaomi und Vivo haben sich seither ebenfalls zurückgezogen, ihre ambitionierten Ultraleicht-Projekte auf Eis gelegt. Die Marke Apple hat damit nicht absichtlich einen Trend gestartet, aber sie hat deutlich gemacht, dass reine Ästhetik allein nicht ausreicht, um Kunden zu überzeugen. Der Galaxy S25 Edge wurde aufgrund der schlechten Verkaufszahlen des S26 Edge komplett eingestellt.

Die eigentliche Erkenntnis ist jedoch, dass der ‘Thin is Premium’-Slogan, den Apple maßgeblich populär gemacht hat, nun von der eigenen Diskrepanz bedroht wird. Apple’s missglücktes Experiment hat die gesamte Branche erschrocken. Die iPhone Air 2, die für den Frühling 2027 angekündigt wurde, soll nun die größten Schwächen der ersten Generation beheben: Eine zweite Kamera, günstigere Preise, eine Vapor-Chamber-Kühlung und ein deutlich größerer Akku. Auch die Verfeinerung der Face-ID-Technologie, um Platz für die zusätzliche Linse zu schaffen, steht auf dem Programm.

Doch selbst mit all diesen Verbesserungen scheint die Grundidee fragwürdig. Ich kaufte damals das iPhone Air nicht wegen der Ästhetik, sondern um Apple eine weitere Chance zu geben, mich von Android zu überzeugen. Es war mein Versuch, dem Wettbewerb erneut eine Herausforderung zu stellen. Und ehrlich gesagt, hat es seinen Zweck erfüllt. Es rotiert immer noch neben meinem Pixel 10 Pro Fold, aber ich erkenne, dass der Großteil der Verbraucher diese ‘dünne und hübsche’ Variante übersehen hat. Mit 999 Dollar und nur einer Kamera ist ‘dünn und schick’ einfach kein überzeugendes Argument, wenn das iPhone 17 für weniger kostet.

Apple hat zwar nicht absichtlich den Trend beendet, aber es hat die Industrie eindrücklich gezeigt, dass Stil allein keine Umsätze generiert. Die Air 2 muss also wirklich liefern, um den Glauben an das Konzept wiederherzustellen. Ein besseres zweite Modell wäre eine willkommene Überraschung – andernfalls bleibt der ultramatchen Traum im digitalen Staub begraben.”n