Eu zwingt apple zur batterie-offenlegung – ein umweg um den akk austausch

Die Europäische Union hat in den letzten Jahren die Smartphone-Hersteller unter Druck gesetzt – von USB-C über das Aufschieben der Nutzung von Side-Loading bis hin zu einer ganzen Reihe von Regeln. Die verlangte verpflichtende Austauschbarkeit von Batterien bis Februar 2027 schien zunächst das nächste große Problem, doch apple könnte hier glimpflich davusaufen.

Der neue eu-regel: was genau wird gefordert?

Ab dem 18. Februar 2027 müssen alle in der EU verkauften Handys eine Batterie aufweisen, die von Nutzern mithilfe ‚gewerblich erhältlicher Werkzeuge‘ ausgetauscht werden kann, wie aus einem aktuellen Bericht über die Gesetzgebung hervorgeht. Die alten Rückdeckel sind Geschichte, doch die Hersteller dürfen die Batterie nicht hinter proprietären Schrauben verstecken oder sie so tief unter Verschluss legen, dass nur ein Profi sie erreichen kann.

Die Regel gilt jedoch weit über Smartphones hinaus. Auch Tablets, Spielekonsolen, Smart Glasses, E-Bikes und sogar Spielzeug sind betroffen, obwohl medizinische Geräte und Unterwassertechnik von der Vorschrift ausgenommen sind.

Das versteckte lochnloch im kleingedruckten

Das versteckte lochnloch im kleingedruckten

Versteckt in den Unterstützungsdokumenten verbirgt sich der entscheidende Punkt. Handys, deren Batterien nach 1.000 vollständigen Ladezyklen noch 80% ihrer Kapazität halten, sind von der Offenlegungspflicht komplett befreit. apple erreicht diese Marke seit dem iPhone 15, und die eigene öffentliche Produktdatenbank (EPREL) der EU bestätigt, dass das iPhone 17 Pro Max offiziell für 1.000 Zyklen bewertet wird.

Was ist Ihnen bei der Bewertung eines Handys am wichtigsten? Langfristige Haltbarkeit, die über Jahre ohne Austausch hält; große Kapazität vorab, auch wenn sie schneller abnimmt; oder neue Technologien wie Silizium-Kohlenstoff für schlankere Designs. Die Freiheit, die Batterie jederzeit selbst auszutauschen – das ist der Clou.

Apple triumphiert – trotz aller proteste

Apple triumphiert – trotz aller proteste

Wie bei so vielen Regularien hat apple hier eine elegante Lösung gefunden. Während das Unternehmen öffentlich gegen die Vorschrift argumentierte, hat es sich heimlich eine Möglichkeit geschaffen, diese zu umgehen. Unsere früheren Berichte hatten bereits auf dieses Muster hingewiesen, als apple mit dem Testen eines neuen Batterie-Entsorgungssystems begann, und das iPhone 16 deutete bereits auf eine Vorbereitung zur Einhaltung hin.

Doch die Strategie ist jetzt klar: apple hat die EU nicht besiegt, sondern eine Batterie entwickelt, die die Regel komplett umgeht. Ein interner Mechanismus kann wartungsfreundlicher gestaltet werden, indem er sichtbar und austauschbar gemacht wird – aber das birgt auch das Risiko eines möglichen Defekts. – John Ternus, Senior Vice President und zukünftiger CEO von Apple.

Ebenso die Modelle, die die Schwelle überschritten haben: iPhone 17 Pro Max: 1.000 Zyklen, Google Pixel 10 Pro: 1.000 Zyklen, Samsung Galaxy S26 Ultra: 1.200 Zyklen, Nothing Phone 4a Pro: 1.400 Zyklen. Das Nothing Phone 4a Pro ist dabei bemerkenswert – es wird mit 40% mehr Zyklen bewertet als die EU als ‚ausnahmenwürdig‘ ansieht.

Ich persönlich bin mit diesem Ergebnis zufrieden. Wir haben schon oft genug erlebt, dass Unternehmen versuchen, solche Vorschriften zu blockieren oder sie unmöglich machen. Ich wünsche mir stattdessen, dass die Branche sich auf bessere Batterietechnologien konzentriert, wie Silizium-Kohlenstoff, bei denen Sie mehr Kapazität in der gleichen Größe erhalten, anstatt das Design aufzublähen. Die EU-Regelung hat möglicherweise unbeabsichtigt genau diese Innovation belohnt, und wenn das bedeutet, dass schlankere Handys mit Batterien sind, die von Anfang an länger halten, dann nehme ich das gerne an.