Speicherplatz-notstand: preise für externe festplatten explodieren
Die Suche nach einer zusätzlichen externen Festplatte für wichtige Projekte wird für viele zum finanziellen Albtraum. Die Kosten für Speicherplatz steigen rasant – und das betrifft nicht nur die großen Anbieter.

Festplattenpreise schießen in die höhe
Marktanalysten bei Bloomberg berichten von einem deutlichen Anstieg der Preise für externe Festplatten. Besonders betroffen sind große Kapazitäten. So kostet die 4-Terabyte-Version von SanDisk plötzlich rund 1.200 US-Dollar – ein mehrfacher Anstieg gegenüber dem ursprünglichen Preis von 500 US-Dollar. Auch die 1-Terabyte-Option ist mit etwa 360 US-Dollar deutlich teurer geworden, nachdem sie einst für 120 US-Dollar erhältlich war.
Diese Entwicklung ist nicht nur auf die allgemeine Speicherchip-Verknappung zurückzuführen, die durch den Boom von Datenzentren für künstliche Intelligenz ausgelöst wird. Sie betrifft auch Apple-Kunden direkt. Die Verfügbarkeit von externen Festplatten im Apple Store ist stark eingeschränkt. Viele Modelle sind online gar nicht mehr erhältlich, und auch in physischen Geschäften sind die Preise stark erhöht. Es ist eine bittere Pille für Kreative, die auf solche Geräte für die Videobearbeitung oder Fotografie angewiesen sind.
Wer sich jetzt noch an eine große Festplatte wagen möchte, sollte abwarten. Für gelegentliche Nutzer könnte Cloud-Speicher vorerst eine günstigere Alternative darstellen. Doch für Profis, die regelmäßig große Datenmengen sichern müssen, ist die aktuelle Situation eine klare Warnung: Das Problem ist nicht nur der Preis, sondern auch die Verfügbarkeit. Die Nachfrage nach Speicherkomponenten wird durch den Fortschritt im Bereich der künstlichen Intelligenz weiter steigen. Die aktuelle Lage ist ein deutliches Zeichen für eine tiefgreifende Veränderung im Umgang mit digitalen Daten.
Die Knappheit trifft insbesondere diejenigen hart, die regelmäßige Backups erstellen. Über 1.000 US-Dollar für eine einfache Datensicherung – das ist eine Summe, die viele Nutzer aktuell kaum aufbringen können. Und während die KI-Industrie weiter wächst, bleibt die Frage: Wie lange werden wir uns diesen Preisaufschlag leisten können?
