Apple plantzt neue Leasing-Strategie – Ein Schritt zu umfassender Abonnement-Lösung

Die Einführung eines iPhone-Leasingprogramms in den USA hat gemischte Reaktionen ausgelöst. Wie Mark Gurman von Bloomberg berichtet, ist dies jedoch nur der Anfang einer deutlich größeren Strategie, an der Apple seit fünf Jahren im Hintergrund arbeitet. Das Ziel: Eine einheitliche Abonnementlösung, die von der iPhone 17 Pro Max bis hin zu Dienstleistungen reicht.

Herausgeschaltete Initiative – Klarna übernimmt die Finanzierung

Laut Gurmans jüngstem ‘Power On’ Newsletter begann die Entwicklung des Hardware-Abonnements vor rund halb zehn Jahren, initiiert von dem Apple Pay Team. Ursprünglich war ein Start im Jahr 2023 geplant. Die erste Version wurde jedoch 2023 eingestellt und die beteiligten Ingenieure wurden anderweitig eingesetzt. Die Bedenken lagen dabei vor allem bei regulatorischen Bedenken hinsichtlich der finanziellen Ambitionen des Unternehmens, ähnlich wie bei Apple Pay Later. Nun übernimmt Klarna die Kreditrisiken und Compliance-Aufgaben, während Apple die Kundenorientierung behält.

Die neue Version des Programms stellt somit eine Anpassung dar, die die ursprünglichen Probleme adressiert. Die Rahmenbedingungen sind klar: Es handelt sich um einen Leasingvertrag, kein klassischer Ratenzahlungsplan. Das bedeutet, dass der Nutzer am Ende des Vertrags keine Eigentumsrechte an dem Gerät erlangt, es sei denn, er entscheidet sich für eine Kaufoption.

Einzahlung von nur einem Euro pro Tag

Einzahlung von nur einem Euro pro Tag

Tim Cook, der ausscheidende CEO von Apple, betonte in der Earnings Call vom 30. Juli 2026, dass das Leasing von Hardware nicht der traditionelle Ansatz von Apple war. Die Kosten für Geräte steigen aufgrund der steigenden Preise für Speicherchips. Allerdings bietet das Leasing eine relativ erschwingliche Möglichkeit, auf ein iPhone zuzugreifen. Ein iPhone 17 Pro Max kann beispielsweise für 31,99 Euro monatlich gemietet werden, anstatt 1.099 Euro auf Kredit. Die Gesamtkosten sind somit vergleichsweise gering – nur ein Euro pro Tag. Die psychologische Wirkung ist dabei entscheidend: Die Nutzer konzentrieren sich auf die tägliche Belastung, anstatt auf die Gesamtkosten über die Vertragslaufzeit.

Ein Ökosystem im Abonnement

Ein Ökosystem im Abonnement

Die Strategie geht über das reine iPhone hinaus. Apple plant, iCloud+, AppleCare und Streaming-Dienste in einen einzigen monatlichen Betrag zu integrieren. Die bereits bestehenden Bundles wie Apple One und AppleCare One legen den Grundstein dafür. Samsung und Google verfolgen mit ihren Carrier-Finanzierungen bereits ähnliche Ansätze. Es bleibt abzuwarten, ob Apple mit seinem umfassenden Abonnementmodell die Nase vorn hat. Die Ablehnung der ersten Leasing-Runde zeigt, dass die Nutzer skeptisch sind und die Bedingungen genau prüfen. Die Umfragen nach der Ankündigung ergaben 80% Ablehnung und 78% Ablehnung, was vor allem auf Klarna und nicht auf Apple selbst abzielt.

Letztendlich ist das Leasing ein komplexes Angebot, das sowohl Chancen als auch Risiken birgt. Die Entscheidung, ob man ein iPhone mieten oder kaufen sollte, hängt von den individuellen Bedürfnissen und Präferenzen ab. Die neuen Konditionen müssen sorgfältig geprüft werden, bevor man sich für einen Vertrag entscheidet.