Burry sieht trump-wette verlieren: börse als achillesferse

Der Hedgefonds-Manager Michael Burry, bekannt aus „The Big Short“, sieht US-Präsident Donald Trump zunehmend von einem negativen Trend am Aktienmarkt ausgebremst. In einem kurzen Beitrag auf Substack kritisiert Burry, dass Trumps aggressive Politik gegenüber dem Iran und die daraus resultierenden wirtschaftlichen Folgen den Präsidenten in eine Zwickmühle drängen.

„Kryptonit“ für trump: börsencrash als politisches problem

Burry argumentiert, dass Trumps „Krieg“ gegen den Iran, der zunächst als „Revolution“ gedacht war, nun primär darauf abzielt, dass die Märkte nicht weiter abstürzen. Er bezieht sich auf die jüngsten Entwicklungen, wonach die USA eine Lockerung der Sanktionen für iranisches Erdöl ermöglichen, um steigende Ölpreise einzudämmen. Diese Maßnahme kommt zu dem Zeitpunkt, als der S&P 500 seit Jahresbeginn um etwa 6 % gefallen ist und damit unter die Marke von 6.600 Punkten rutschte.

Die Erhöhung der Ölpreise, die bereits zuvor durch Störungen im Schifffahrtsverkehr im Persischen Golf und Angriffe auf Energieinfrastruktur in der Region angeheizt wurde, belastet die amerikanische Wirtschaft. Die steigenden Benzinpreise verschärfen die Inflation und könnten die Federal Reserve daran hindern, die Zinsen weiter zu senken. Zudem profitiert die Tech-Branche von diesem Umfeld nicht: Aktien von Softwareunternehmen wie Adobe sind im Jahresverlauf um fast 30 % gefallen, da Investoren befürchten, dass Kunden auf künstliche Intelligenz ausweichen.

Burrys Einschätzung passt zu einer wachsenden Skepsis unter Investoren bezüglich Trumps Fähigkeit, mit starken Marktabschwüngen umzugehen. Die sogenannte „TACO“-Strategie (Trump Always Chickens Out – Trump schlichtweg zurückweichen) beschreibt die Beobachtung, dass der Präsident tendenziell versucht, solche Situationen zu entschärfen, um die Märkte zu stabilisieren.

Der Hedgefonds-Manager, der sich nach dem Zusammenbruch der Immobilienblase 2008 einen Namen gemacht hat, sieht in der Performance der US-Börse eine ständige Bedrohung für Trumps politische Agenda. Er hatte bereits zuvor erklärt, dass der Aktienmarkt die „Kryptonit“ des Präsidenten sei – etwas, das ihn unaufhaltsam schwächt.

Die Tatsache, dass Trumps Wahlkampf auf dem Versprechen von „America First“ basiert, das eine Vermeidung langwieriger Konflikte wie in Iran und Afghanistan beinhaltet, verdeutlicht die Spannung: Ein militärischer Eskalationskurs gegen den Iran würde seine politische Strategie untergraben und die Märkte weiter belasten. Eine Strategie, die Trump wahrscheinlich vermeiden wird – zumindest vor der nächsten Wahl.