Chatbots de ia reviven a seres queridos, ¿a qué costo?
Die neuesten Technologien der Künstlichen Intelligenz ermöglichen es, tote Lieben wiederzubeleben. Doch hinter diesem Ansatz steckt ein dunkleres Szenario.

Deadbots oder griefbots: eine gefährliche illusion
Ein neuer Trend in der KI-Entwicklung sorgt für Aufsehen: Die Möglichkeit, tote Menschen als Chatbots zu reanimieren, um so die Trauer der Hinterbliebenen zu lindern. Doch diese Idee ist nicht so harmlos, wie sie zunächst klingt.
Der Begriff Deadbot oder Griefbot bezeichnet Systeme, die von KI-anwendungen gesteuert werden und die Persönlichkeit eines verstorbenen Menschen simulieren. Die Benutzer können sie über Textkommunikation kontaktieren, als würde der Verstorbene noch leben.
Die Vorstellung, einen geliebten Menschen wiederzusehen, ist verlockend. Doch die Realität ist bitter. Experten warnen, dass diese Chatbots keineswegs die echte Persönlichkeit des Verstorbenen wiederbringen können. Stattdessen können sie zu emotionalen Schäden führen, wenn die Benutzer ihre Trauer in diese Illusion hineinprojizieren.
Dieser Gefahrenaspekt wird von der Universität Cambridge in einem neuen Bericht thematisiert. Die Forschenden bezeichnen die Branche um diese Deadbots als 'digitale Nachruf-Industrie'.
Zwar gibt es schon erfolgreiches Beispiel wie Rebecca Nolan, die ihren verstorbenen Vater als Chatbot reanimiert hat. Doch auch sie musste erleben, dass das Abschalten des Dadbots eine schwere Trauerphase auslöste. 'Es war, als wenn ich jemanden verloren hätte, den ich erst kürzlich kennengelernt hatte', so Nolan.
Die Folge: Benutzer sollten vorsichtig sein, wenn sie diese neuen KI-Technologien in Anspruch nehmen. Sie sollten die Grenzen dieser Illusionen klar im Blick behalten und sich nicht zu sehr von ihnen einlullen lassen.
