Faltar nicht am ziel: faltbare smartphones – zwischen enttäuschung und pragmatischem kompromiss
Die Falt-Technologie im Smartphone-Bereich hat sich noch nicht im Traum der Nutzer etabliert. Stattdessen dominieren die großen Player die Diskussion um das kaum vorhandene Falten – ein Problem, das weit über die reine Optik hinausgeht.
Der innere kampf um die perfekte oberfläche
Die Sehnsucht nach einer komplett flachen, faltenfreien Innenseite ist allgegenwärtig. Doch die Realität sieht anders aus. Oppo’s Find N6, selbst als Top-Modell, offenbart ein deutliches Falten – obwohl es im Vergleich zu Vorgängermodellen deutlich ausgeglichen ist.
Die Wahrheit liegt wohl irgendwo in der Mitte. Frühere Faltmodelle waren katastrophal in Bezug auf das Falten und die Haltbarkeit. Anfangs lockten sie vor allem zwei Gruppen an: Nutzer, die ein großes Display für Multitasking benötigten, und diejenigen, die ein teures und auffälliges Statussymbol suchten. Beide Gruppen waren bereit, Kompromisse bei der Qualität der Geräte einzugehen – ein Übel, das mit der ersten Generation von Falt-Smartphones einherging.

Der wendepunkt: fortschritt, aber mit preis
In den letzten Jahren haben sich Faltmodelle jedoch deutlich verbessert: Sie sind dünner, robuster und leistungsfähiger geworden. Das Oppo Find N5 – der Vorgänger des aktuellen Find N6 – bewies 2025, dass ein Falt-Smartphone ein Erlebnis sein kann, das mit einem Standard-Smartphone mithalten kann.
Nun stehen wir an einem Scheideweg. Mit großartigen Allround-Faltmodellen müssen die Hersteller entscheiden, wo sie ihre Kräfte bündeln sollen. Sollten wir die Akkukapazität auf 8.000 bis 9.000 mAh erhöhen? Sollten wir Quad-Kamera-Setups in unsere Faltmodelle integrieren? Sollten wir den Display-Helligkeitsgrad, die Lautsprecher, die Gaming-Funktionen oder das thermische Management verbessern – oder sollten wir uns ausschließlich auf die Software konzentrieren?
Viele Hersteller haben sich bereits auf die Faltenfreiheit konzentriert. Gerüchte deuten darauf hin, dass Apple und Samsung ebenfalls intensiv an einem „vollständig flachen Inneren“ arbeiten. Das kann jedoch einen hohen Preis haben: Jede zusätzliche Funktion, die die Hersteller priorisieren, opfert etwas anderes. Samsung könnte beispielsweise Komponenten des Galaxy Z Fold 8 und Z Flip 8 bereits zum dritten Mal in Folge nicht aktualisieren – stattdessen könnte das Unternehmen bei der älteren OLED-Materialie M13 bleiben.

Die zukunft: ein kompromiss zwischen traum und realität
Vielleicht werden wir eines Tages ein wirklich faltenfreies Falt-Smartphone erhalten. Das wäre fantastisch, aber ist das unser größtes Problem mit Falt-Smartphones? Ein solches Gerät wird zweifellos astronomisch teuer sein. Tatsächlich bleibt die Frage, ob sich die Investition lohnt. Im Moment ist es ein pragmatischer Kompromiss: Ein Falt-Smartphone, das zwar nicht perfekt ist, aber bereits heute ein akzeptables Gesamtpaket bietet – und das, ohne den Preis eines Luxusautos zu verlangen.
