Huawei mate 80 pro: künstliche intelligenz greift entscheidend in die bedienung ein
Trotz US-Sanktionen setzt Huawei seine Innovationskraft fort. Das neueste Flaggschiff, die Mate 80-Serie, verfügt über eine beeindruckende KI-gesteuerte Funktion namens Smart Grip.

Smart grip: die zukunft der smartphone-bedienung
Diese Technologie nutzt kapazitive Sensoren am Rand des Geräts in Kombination mit 3D ToF-Sensoren, um in Echtzeit zu erkennen, wie der Nutzer das Smartphone hält. Das Ergebnis: Die Benutzeroberfläche passt sich dynamisch an und optimiert die Bedienung.
So verschiebt sich beispielsweise die Anwahl-Taste beim eingehenden Anruf oder einer Benachrichtigung automatisch unter den Daumen – ohne dass dieser sich strecken muss. Wechselt der Nutzer die Griffposition, bewegen sich die UI-Elemente entsprechend mit. Und das System erkennt sogar, ob der Nutzer Rechtshänder oder Linkshänder ist und passt die Darstellung entsprechend an.
Die Funktion wird auf den Modellen Huawei Mate 80 Pro, Mate 80 Pro Max und Mate 80 RS (Ultimate Design) unterstützt. Der 3D Time of Flight (ToF)-Sensor sendet einen unsichtbaren Infrarotstrahl aus, dessen Reflexion die Entfernung zum Gerät berechnet. Diese Daten ermöglichen es dem Neural Processing Unit (NPU), die UI-Elemente vorab zu verschieben.
Die Kirin 9030 und 9030 Pro Chips, hergestellt mittels der sogenannten „Brute Force“-Methode, verarbeiten alle Daten direkt auf dem Gerät. Diese Methode, die ältere DUV-Lithographie verwendet, ist langsamer und teurer als die EUV-Technologie, die China nicht beziehen kann. Die Ausbeute liegt bei 20-30%, im Vergleich zu über 75% bei EUV.
Die Huawei Mate 80 Pro verfügt über ein 6,75 Zoll großes Display, während das Mate 80 Pro Max mit 6,90 Zoll und das Mate 80 RS (Ultimate) mit 6,90 Zoll ausgestattet sind. Diese Innovation zeigt, dass Huawei auch unter schwierigen Bedingungen an der Spitze der technologischen Entwicklung bleiben will. Das Unternehmen ist vielleicht ein Gegner im geopolitischen Wettstreit, aber seine Ingenieurskunst bleibt unbestritten.
Die Brute-Force-Methode ist zwar langsamer und teurer, aber die einzige Option, um die Prozessoren zu fertigen, solange der Import von EUV-Maschinen nicht möglich ist. Die Ergebnisse sind jedoch ein Beweis für die Anpassungsfähigkeit des Unternehmens.
Huawei setzt auf diese Art der Innovation, um auch mit den aktuellen Beschränkungen zu konkurrieren. Diese Entwicklung zeigt, dass Technologie nicht nur von Ressourcen abhängt, sondern auch von Kreativität und dem Willen, Grenzen zu überwinden.
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