Linux 7.3-rc1: AMDGPU-Erweiterungen treiben Kernel-Größe in die Höhe
Das neue Linux 7.3-rc1 ist zwar noch in einem frühen Entwicklungsstadium, doch die Implementierung der AMDGPU-Treiber erweist sich als besonders umfangreich. Laut Linus Torvalds macht der Wechsel zu AMD etwa ein Drittel des gesamten Codes in 7.3-rc1 aus.
AMDGPU-Treiber treiben Kernel-Größe an
Der Kernel wächst durch die Integration notwendiger Informationen für neue AMD-Grafikkarten erheblich an. Insbesondere die AMD DCN6-Protokolldateien sind enorm groß und tragen maßgeblich zur Zunahme bei. Die Kernel-Größe ist auf rund 40,98 Millionen Codezeilen angewachsen, gegenüber 40,42 Millionen in Linux 7.2. Dies entspricht einer Steigerung von über einer halben Million Zeilen in nur einer Version.

Ursache: Neue Hardware-Unterstützung
Die Ursache für diesen Anstieg liegt in der Vorbereitung neuer Hardware-Blöcke, insbesondere des DCN 6.0, der sich auf die Bildschirmausgabe der GPUs bezieht. AMD fügt dem Kernel entsprechende Dateien mit umfangreichen Hardware-Definitionen hinzu, was zu einer erheblichen Zunahme der Dateigröße führt. Der Treiber-Ordner drivers/gpu/drm/amd ist bereits auf über 6,5 Millionen Zeilen angewachsen und macht rund 16% des gesamten Kernels aus.

Zukunftsaussichten
Mit Blick auf die zukünftige Entwicklung deutet alles darauf hin, dass der Linux-Kernel mit 7.4 leicht die 41 Millionen Codezeilen überschreiten wird.