Nvidia überrascht: feynman-architektur verspricht quantensprung für rtx 60/70

Die Ankündigung, dass Nvidia die RTX 50 Super-Serie ruhen lässt – ein Bruch mit der jährlichen Tradition – hat die Tech-Welt in Atem gehalten. Doch das Unternehmen scheint nicht untätig zu sein. Stattdessen bereitet es im Rahmen der Computex Technology Conference (CTC) im März 2026 eine Überraschung vor: Die Einführung der Feynman-Architektur, die die nächste Generation der GeForce RTX 60 und 70 revolutionieren soll.

Feynman: der durchbruch für grafikkarten und ki

Die neue GPU-Architektur, benannt nach dem theoretischen Physiker Richard Feynman, verspricht einen gravierenden Fortschritt. Im Zentrum steht der A16-Prozess von TSMC, der als weltweit erster 1,6-Nanometer-Prozess gilt. Dies ermöglicht eine deutlich verbesserte Energieeffizienz – bis zu 20 Prozent mehr als der vorherige 2-Nanometer-Prozess – und eine effizientere Wärmeabfuhr. Die Architektur ist zudem darauf ausgelegt, komplexe Berechnungen für Künstliche Intelligenz zu bewältigen, ohne dabei die Stromversorgung zu überlasten. Allerdings erfordert diese Leistungssteigerung auch ein entsprechend hohes Energiebudget: Schätzungen gehen von 1.000 bis 2.000 Watt pro Chip aus, was vermutlich eine reine Wasserkühlung erforderlich macht.

Die Fertigung der Feynman-Chips wird nicht auf die CoWoS-Technologie von TSMC setzen, sondern auf das EMIB-T-Packaging von Intel. Dies deutet darauf hin, dass Nvidia verstärkt auf eigene Fertigungslösungen setzt – ein strategischer Schachzug angesichts der steigenden Kosten und potenziellen Engpässe bei TSMC.

Während die aktuellen GeForce RTX 50-Karten auf der Blackwell-Architektur basieren, wird die nächste Generation, Rubin, voraussichtlich noch dieses Jahr auf den Markt kommen. Die Feynman-Architektur soll dann zwischen 2028 und 2029 folgen. Es kursieren zudem Gerüchte über die Integration von LPU-Technologie zur Inferenz, was die Leistung in KI-Anwendungen weiter steigern würde.

Doch die Entwicklung ist nicht ohne Herausforderungen. Berichte über überhitzende RTX 5090-Karten und Fälle von thermischem Durchgehen (Thermal Throttling) zeigen, dass Nvidia mit der Leistungsdichte an ihre Grenzen stößt. Die hohen Temperaturen sind ein direkter Nebeneffekt der steigenden Leistung und stellen eine nicht zu unterschätzende Belastung für die Hardware dar.

Die Investitionen in die neue Architektur und die erforderliche Infrastruktur werden enorm sein. Die Frage, ob die Stromnetze und die Kühlungssysteme Schritt halten können, bleibt offen. Niemand weiß, ob die hohen Kosten für die Entwicklung und Produktion sich für Nvidia auszahlen werden, aber eines ist sicher: Die Tech-Landschaft wird sich in den kommenden Jahren radikal verändern.