Openai-imitation: malware-schleusung über hugging face – vorsicht bei ki-modellen!

Ein bösartiger Repository-Dump auf der Plattform Hugging Face hat sich als gefährliche Falle entpuppt. Der vermeintliche OpenAI-Projekt diente als Tarnung, um Schadsoftware zu verbreiten und sensible Daten von Windows-Computern zu stehlen.

Schockierende entwicklung: ki-fälschung als einfallstor für cyberkriminelle

Schockierende entwicklung: ki-fälschung als einfallstor für cyberkriminelle

Die Entdeckung erfolgte erst nachdem das Projekt bereits 244.000 Downloads gesammelt hatte und sich an der Spitze der Beliebtheitsskala der Plattform befand. Hugging Face, ein zentraler Knotenpunkt für Entwickler und Forscher im Bereich der Künstlichen Intelligenz, ist nun Ziel von ausgeklügelten Betrugsversuchen. Die Sicherheitsfirma HiddenLayer identifizierte den Angriff am 7. Mai und konstatierte eine erschreckende Nachahmung des OpenAI-Namens.

Das Herzstück der Täuschung war eine Datei, die als KI-Werkzeug getarnt war. In Wahrheit handelte es sich um einen bösartigen Code, der im Verborgenen aktiv wurde und ohne das Wissen des Nutzers Hintertüren in das System installierte. Dieser Code war darauf ausgelegt, im Hintergrund Anweisungen von unbekannten Quellen herunterzuladen und auszuführen – eine gefährliche Kombination, die zu einer vollständigen Systeminfektion führen kann.

Die Malware sammelte eine Vielzahl von persönlichen Daten, darunter Passwörter, Browser-Cookies, offene Sitzungen, Discord-Zugangsdaten, Wallets für Kryptowährungen, SSH- und VPN-Schlüssel sowie andere sensible Dateien. Selbst Screenshots des infizierten Rechners wurden erstellt und an die Angreifer gesendet. Die gestohlenen Informationen dienten als Rohmaterial für weitere Angriffe.

Ein besonders cleverer Trick der Angreifer bestand darin, ihre Spuren zu verwischen. Der Malware-Code analysierte die Umgebung, um festzustellen, ob er sich in einer virtuellen Maschine oder einem Analyseumfeld befand, und deaktivierte gegebenenfalls Schutzmechanismen. Die Effektivität dieser Tarnung ist alarmierend.

Es ist noch unklar, wie viele Nutzer tatsächlich von dem bösartigen Repository betroffen waren. Experten vermuten jedoch, dass viele Downloads automatisiert erfolgt sind, was die tatsächliche Anzahl der Opfer in die Höhe treibt. Nach der Aufdeckung wurden weitere mit dem gleichen Betrugsmodell verseuchte Repositories identifiziert. Die Sicherheitsfirma empfiehlt dringend, alle Downloads aus dem betrügerischen Repository zu deinstallieren, sofort alle Passwörter zu ändern und offene Sitzungen zu schließen.