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Spanien plantet social-media-verbot für minderjährige: tech-mogule reagieren scharf

Eskalation im social-media-streit

Die Entscheidung der spanischen Regierung, Social Media für Personen unter 16 Jahren zu verbieten, hat zu einer hitzigen Auseinandersetzung zwischen führenden Vertretern der Plattformen und Ministerpräsident Pedro Sánchez geführt. Besonders der Gründer von Telegram, Pável Dúrov, mischte sich ein und forderte die spanischen Bürger auf, für ihre Rechte zu kämpfen. Diese Forderung löste eine Kaskade von Reaktionen aus.

Durov fordert zum widerstand auf

Durov fordert zum widerstand auf

Pável Dúrov nutzte die Plattform Telegram, um eine Massennachricht an alle spanischen Nutzer zu senden, in der er vor einer angeblichen „totalen Kontrolle“ der spanischen Regierung warnte. Er rief die Bevölkerung auf, wachsam zu sein und für ihre Rechte zu kämpfen. Moncloa kritisierte diesen Schritt scharf und bezeichnete ihn als beispiellosen Eingriff in die nationale Souveränität.

Sánchez’ antwort: „lassen sie die techno-oligarchen bellen“

Sánchez’ antwort: „lassen sie die techno-oligarchen bellen“

Ministerpräsident Pedro Sánchez konterte auf X (ehemals Twitter) mit einer provokanten Antwort, die er mit einem Zitat untermauerte: „Lassen Sie die Techno-Oligarchen bellen, Sancho, es ist ein Zeichen, dass wir das Zepter in der Hand haben.“ Diese Äußerung unterstreicht die Entschlossenheit der Regierung, ihre Pläne durchzusetzen, trotz des Widerstands der Technologieunternehmen.

Yolanda díaz schließt sich der kritik an

Auch die stellvertretende Ministerpräsidentin und Arbeitsministerin, Yolanda Díaz, äußerte sich zu der Situation. Sie kritisierte, dass Telegram-Nutzer „unautorisierte“ Nachrichten von Dúrov erhalten hätten und betonte, dass die Regierung die Freiheit der Bürger verteidige. Sie forderte den Abbau von „digitalen Monopolen“ und betonte, dass die Technologie dem „Arbeitsvolk“ gehöre.

Moncloa wirft telegram massive verstöße vor

Die Regierung in Moncloa erhob schwere Vorwürfe gegen Telegram, darunter das Versenden von „Lügen“ und „illegitime Angriffe“ auf die Regierung. Sie argumentierte, dass die Plattform wiederholt ihre Verpflichtungen zur Inhaltskontrolle verletzt habe und eine „Architektur minimaler Moderation“ geschaffen habe, die für kriminelle Aktivitäten wie Kindesmissbrauch und Drogenhandel missbraucht werde. Eurobarometer-Daten zeigen, dass 95 % der Spanier sich Sorgen über Desinformation und Hassreden machen.

Die notwendigkeit der regulierung

Die spanische Regierung argumentiert, dass die aktuelle Situation die dringende Notwendigkeit der Regulierung von Social Media und Messaging-Apps unterstreiche. Sie betonte, dass die Probleme in den sozialen Netzwerken keine Erfindung der Regierung seien, sondern eine weit verbreitete Besorgnis der Bürger. Die Regierung will Gesetze erlassen, um Plattformen zur Entfernung von illegalen Inhalten zu verpflichten und die Sicherheit von Minderjährigen zu gewährleisten.

Musk schließt sich dem tonfall an

Zur Verstärkung des Konflikts mischte sich auch Elon Musk, der Besitzer von X (Twitter), ein und bezeichnete Sánchez als „Verräter“. Dies trug zu einer weiteren Eskalation der Spannungen zwischen der spanischen Regierung und den Technologieunternehmen bei. Die Situation verdeutlicht die wachsende globale Debatte über die Regulierung von Social Media und die Verantwortung der Technologieunternehmen.