T-mobile wehrt sich: gegenklage gegen verizon im preiskampf

Der Preiskrieg der Mobilfunkanbieter eskaliert. T-Mobile hat gegen seinen Rivalen Verizon Klage eingereicht – als Reaktion auf dessen Vorwürfe der irreführenden Werbung. Der Streit dreht sich um Verizons sogenannte „Better Deal“-Aktion, die Kunden mit falschen Versprechungen locken soll.

T-mobile wirft verizon „lockvogel“-taktiken vor

T-mobile wirft verizon „lockvogel“-taktiken vor

Der Kern der Angelegenheit ist Verizons „Better Deal“-Kampagne. Diese ermutigt Kunden von AT&T, T-Mobile und UScellular, ihre Rechnungen hochzuladen und ein Geschäft zu besuchen, um ein ähnliches Tarifangebot zu erhalten – allerdings zu einem niedrigeren Preis. T-Mobile hält davon wenig. Das Unternehmen bezeichnet die Aktion als Versuch, Kunden mit falschen Versprechungen in die Filialen zu locken. Statt eines Preisnachlasses würden Kunden vielmehr teure Produkte und Dienstleistungen angeboten, so T-Mobile.

Die Uncarrier argumentieren, dass Kunden lediglich ein günstigeres Tarifmodell angeboten werde, das nicht mit ihren bestehenden Verträgen vergleichbar sei. Verizon wisse offenbar, dass es Kunden, die sich die Mühe machen, ihre Rechnungen einzusenden, keine günstigeren Tarife anbieten könne, setze die Kampagne aber dennoch fort.

T-Mobile belegt seine Vorwürfe mit Beschwerden von Kunden, die online berichteten, Verizon könne ihr Angebot nicht erfüllen. Zusätzlich habe Verizon die Kommentarfunktion unter Beiträgen zur „Better Deal“-Kampagne deaktiviert, um eine öffentliche Diskussion über die mangelnde Erfüllung der Versprechen zu verhindern.

T-Mobile fordert vom Gericht, die Kampagne zu stoppen und Schadensersatz zu verlangen. Der Streit begann, als Verizon T-Mobile beschuldigte, potenzielle Einsparungen künstlich zu erhöhen, indem beispielsweise kostenpflichtige Zusatzleistungen wie Satelliten-Dienste berücksichtigt wurden. T-Mobile konterte mit einer ähnlichen Kampagne und einem Berechnungstool für Einsparungen, das kurz vor der Klage Verizons entfernt wurde.

T-Mobile vermutet, dass Verizon mit der „Better Deal“-Kampagne sein Image als teurer Anbieter aufpolieren will. Das Unternehmen argumentiert, dass Wettbewerber keine Preise senken können, ohne ihre Gewinnmargen zu gefährden.

Unabhängig davon, wer diesen Rechtsstreit gewinnt, ist eines klar: Die Anbieter tun alles, um die Preise nicht zu senken. Steigende Preise sind zwar einer der Gründe für die erhöhte Kundenabwanderung bei den drei großen Anbietern, doch anstatt sich am Preis zu messen, konkurrieren sie mit Zusatzleistungen.

Die Klage zeigt: Der Kampf um Kunden ist hart und die Methoden sind oft fragwürdig. Und während sich die Preise kaum bewegen, werden die Zusatzleistungen immer aufwendiger – ein Wettlauf, den der Verbraucher letztlich verliert.