Razzies 2026: "krieg der welten" räumt ab – ein desaster!
Hollywood hat eine schmerzhafte Nacht hinter sich: Die Golden Raspberry Awards, die jährliche Preisverleihung für die schlechtesten Filme des Jahres, wurden gestern Abend vergeben. Und das Ergebnis ist vernichtend für den Amazon Prime Video-Film "Krieg der Welten". Ein Film, der nicht nur Kritiker verstörte, sondern auch die Tradition der Razzies in neuem Glanz erstrahlen ließ.
Ein prime video-debakel in epischem ausmaß
Die Adaption von H.G. Wells' Klassiker wurde mit fünf Razzie-Awards ausgezeichnet – ein Ergebnis, das selbst Veteranen der Kategorie überraschte. Neben dem Titel als Schlechtester Film des Jahres erhielt "Krieg der Welten" auch die Auszeichnungen für den schlechtesten Schauspieler (Ice Cube), die schlechteste Vor- oder Fortsetzung, den schlechtesten Regisseur (Rich Lee) und das schlechteste Drehbuch. Ice Cubes Darstellung, in der er scheinbar nur Bildschirme anstarrt, wurde besonders hervorgehoben.
Es ist ein bemerkenswertes Beispiel dafür, wie ein vermeintlich großes Budget und bekannte Namen nicht immer zu einem guten Film führen. Besonders schmerzlich für Amazon Prime Video, das offenbar viel Geld in dieses Projekt investiert hat – mit wenig Erfolg.

Disney und die künstlichen zwerge: ein weiterer fehltritt
Doch "Krieg der Welten" war nicht der einzige Film, der in den schlechten Büchern der Razzie-Jury landete. Disneys Live-Action-Adaption von "Schneewittchen“ wurde ebenfalls mit zwei Awards bedacht. Die Auszeichnungen für den schlechtesten Nebendarsteller und die schlechteste Besetzung gingen an die computergenerierten Zwerge – ein weiterer Beweis dafür, dass nicht jede Idee auf der großen Leinwand funktioniert. Die Technologie war offensichtlich nicht überzeugend, und die Entscheidung, auf computergenerierte Darsteller zu setzen, wird von vielen als Fehlentscheidung kritisiert.
Rebel Wilson erhielt den Preis für die schlechteste Schauspielerin in "Bride Hard“, während Scarlet Rose Stallone, Tochter von Sylvester Stallone, für ihre Rolle in "Gunslingers“ als schlechteste Nebendarstellerin ausgezeichnet wurde. Ein ironisches Echo der Karriere ihres Vaters, der selbst zahlreiche Razzie-Nominierungen und -Auszeichnungen auf seinem Konto hat.

Ein lichtblick inmitten der dunkelheit: kate hudson gewinnt die razzie in der rehabilitation
Es gibt jedoch auch einen Hoffnungsschimmer in der Welt der Razzies. Kate Hudson wurde mit dem Razzie Redeemer Award ausgezeichnet – eine Auszeichnung, die an Schauspieler vergeben wird, die zuvor einen Razzie gewonnen haben, aber seither ihre Leistungen verbessert haben. Ein Zeichen dafür, dass selbst die schlechtesten Filme und Schauspieler eine zweite Chance verdient haben.
Die Razzies, die ursprünglich 1980 als Scherz des Filmkritikers John J. B. Wilson ins Leben gerufen wurden, haben sich im Laufe der Jahre zu einer etablierten Institution entwickelt. Was einst als humorvolle Kritik begann, ist heute ein wichtiger Bestandteil des Filmkalenders geworden. Und in diesem Jahr hat "Krieg der Welten“ die Show kläglich dominiert. Die trotzige Teilnahme mancher Gewinner an der Preisverleihung, wie einst Francis Ford Coppola oder Halle Berry, zeigt, dass die Razzies längst nicht mehr als bloße Spottveranstaltung abgetan werden können – sondern oft als eine ungeschminkte Wahrheit über die Qualität bestimmter Produktionen.
