Hitzewelle droht: europa am limit – rekorde in sicht
Die Temperaturen steigen rasant – und mit ihnen die Sorge. Spanien und Teile Osteuropas leiden bereits unter extremen Hitze, doch die Hitzewelle bedroht nun weite Teile Europas. Ein hochdruckgebiet hält die Luft staubtrocken und intensiviert die ohnehin schon alarmierenden Bedingungen.
Deutsche tiefsttemperaturen fallen: alarmstufe gelb für sechs bundesländer
In Deutschland sind bereits jetzt sechs Bundesländer unter Alarm – Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Nordrhein-Westfalen. Besonders betroffen sind hierbei Orense und Zaragoza mit bis zu 36 und 38 Grad Celsius. Gleichzeitig drohen in zwei Bundesländern starke Gewitter mit Hagel und Starkwind.
Doch auch anderswo in Europa sind die Temperaturen in die Höhe getrieben. Im Vereinigten Königreich und Frankreich werden monatliche Rekorde gebrochen. Die Met Office in Großbritannien warnt vor einem ungewöhnlich heißen Wochenende, mit Höchsttemperaturen von bis zu 32 Grad in London am Sonntag. „Dies könnte ein bemerkenswert heißes Ereignis werden“, so Meteorologin Annie Shuttleworth.

Klimawandel verschärft die lage – experten warnen vor häufigeren hitzewellen
Die Prognosen für die kommenden Monate zeichnen ein düsteres Bild: Laut Klimamodellen werden in den nächsten Monaten häufige und intensive Hitzewellen und Hitzeperioden auftreten, insbesondere im nördlichen Europa, wo die hohen Temperaturen die bereits geringe Luftfeuchtigkeit weiter reduzieren. Amy Hodgson, Meteorologin von Atmospheric G2, betont: „Dieses Hochdruckgebiet verstärkt die Hitzeentwicklung, unterdrückt Niederschläge und schafft einen Teufelskreis.“
Auch Météo-France sieht den Klimawandel als Hauptverantwortlichen für die zunehmende Häufigkeit von Hitzewellen. In den kommenden Tagen werden in Paris Temperaturen von bis zu 31 Grad und im Südwesten Frankreichs bis zu 3 Grad erwartet. Die sonnigen und stabilen Bedingungen könnten die Solarstromerzeugung ankurbeln und die Nachfrage nach Klimaanlagen reduzieren – zumindest vorübergehend. Die Erzeugung von Solarstrom in Frankreich erreichte am Donnerstag mit 20.074 Megawatt einen Höchststand. Die nächste Woche könnte weiterhin hohe Solarstromerzeugung im Nordwesten Europas bringen, wie MetDesk prognostiziert. Gleichzeitig droht in Frankreich und Deutschland ein Rückgang der Windenergie aufgrund ruhigerer Wetterlagen.

Sparberatür offen – klimaanlage nur bedingt sinnvoll
Angesichts der drohenden Hitze wächst der Druck auf den Einsatz von Klimaanlagen. Experten raten jedoch zu Vorsicht: Statt die Anlage auf die niedrigste Stufe zu drehen, ist es effektiver, die Temperatur zwischen 24 und 26 Grad zu halten. Laut Endesa kann dies bis zu 7 Prozent pro Grad sparen. Eine regelmäßige Reinigung der Filter ist ebenfalls wichtig, um die Effizienz der Anlage zu gewährleisten.
